DSWV erwartet bis zu einer Milliarde Euro an Sportwetten bei der WM 2026
Geschrieben von Jonas Müller · 23.7.2026

DSWV erwartet bis zu einer Milliarde Euro an Sportwetten bei der WM 2026

Prognose des Deutschen Sportwettenverbands
Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat kürzlich seine Schätzung veröffentlicht, wonach die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko in Deutschland ein Wettvolumen von nahezu einer Milliarde Euro erreichen könnte, wobei die lizenzierten Anbieter einen Anteil von 600 bis 700 Millionen Euro verbuchen dürften, während bis zu 400 Millionen Euro in Richtung illegaler Plattformen fließen könnten.
Mathias Dahms, Präsident des DSWV, hob dabei das besondere Interesse an Partien mit deutscher Beteiligung hervor, das bereits in früheren Turnieren zu spürbaren Umsatzspitzen geführt hat, und verband diese Beobachtung mit den regulatorischen Rahmenbedingungen, die seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 gelten.
Verteilung der Wettumsätze auf legale und illegale Kanäle
Die Aufteilung des erwarteten Volumens zeigt, dass der regulierte Markt mit 600 bis 700 Millionen Euro den größeren Anteil halten soll, während der Schwarzmarkt bis zu 400 Millionen Euro anziehen könnte, was die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Lizenzvorgaben verdeutlicht, obwohl die GGL seit Jahren Maßnahmen gegen unzulässige Angebote ergreift.
Experten, die die Entwicklung seit der Liberalisierung verfolgen, stellen fest, dass deutsche Nutzer trotz der Verfügbarkeit lizenzierter Anbieter weiterhin auf nicht regulierte Plattformen ausweichen, wenn diese höhere Quoten oder breitere Märkte anbieten, und diese Dynamik wird sich laut DSWV auch während des Turniers 2026 fortsetzen.
Einfluss deutscher Mannschaften auf das Wettverhalten
Spiele mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft ziehen traditionell besonders hohe Wettaktivitäten nach sich, und der DSWV rechnet damit, dass diese Begegnungen im Rahmen der Gruppenphase sowie potenzieller K.o.-Runden den größten Umsatzanteil generieren werden, da Fans und Gelegenheitsspieler verstärkt auf Ergebnisse, Torschützen und andere Spezialwetten setzen.

Die Prognose berücksichtigt zudem, dass die Weltmeisterschaft 2026 mit 48 teilnehmenden Teams und einem erweiterten Spielplan von Juni bis Juli stattfindet, wodurch sich über einen längeren Zeitraum verteilte Wettmöglichkeiten ergeben, die das Gesamtvolumen zusätzlich steigern können.
Regulatorische Rahmenbedingungen und Marktentwicklung
Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 haben lizenzierte Betreiber in Deutschland eine klare Rechtsgrundlage erhalten, die Werbebeschränkungen, Spielerschutzmaßnahmen und Steuerpflichten umfasst, doch der DSWV weist darauf hin, dass illegale Anbieter diese Vorgaben umgehen und dadurch weiterhin signifikante Marktanteile halten, was sich in den Schätzungen für 2026 widerspiegelt.
Die Verbandsangaben basieren auf historischen Daten vergangener Großereignisse sowie aktuellen Marktanalysen, die zeigen, wie sich das Wettverhalten in Deutschland während der letzten Weltmeisterschaften und Europameisterschaften entwickelt hat, und diese Grundlage ermöglicht eine fundierte Hochrechnung für das kommende Turnier.
Ausblick auf die Entwicklung bis Juli 2026
Bis zum Beginn der Weltmeisterschaft im Sommer 2026 dürften weitere Anpassungen an den regulatorischen Vorgaben erfolgen, die darauf abzielen, den Anteil illegaler Wetten zu reduzieren, während lizenzierte Anbieter ihre Angebote optimieren, um den erwarteten Anstieg an Wettaktivitäten zu bewältigen und gleichzeitig die Vorgaben der GGL einzuhalten.
Die Zahlen des DSWV verdeutlichen, dass die Kombination aus hohem Interesse an deutschen Spielen und der Struktur des Turnierkalenders ein beträchtliches Wettvolumen generieren wird, wobei die genaue Aufteilung zwischen legalen und illegalen Plattformen von der Effektivität der laufenden Kontrollmaßnahmen abhängen wird.
Fazit
Die Schätzung des DSWV liefert einen klaren Überblick über die zu erwartenden Wettumsätze während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland und zeigt sowohl das Potenzial des regulierten Marktes als auch die anhaltende Präsenz illegaler Angebote auf, wobei die genauen Entwicklungen bis zum Turnierstart weiter beobachtet werden. Daten und Schätzungen stehen als Grundlage für weitere Analysen zur Verfügung.